Terrassenplatten richtig verlegen

Allgemeine Hinweise
Aufgrund der Verwendung ausschließlich hochwertiger Rohstoffe und der Überwachung durch den Güteschutz ist eine gleichmäßige Qualität unserer Produkte gewährleistet. Dennoch sind farbliche und strukturelle Abweichungen zu den Musterplatten wegen der natürlichen Rohstoffe und des Produktionsverfahrens unvermeidbar und stellen keine Qualitätsminderung dar. Verarbeitet wird Naturgestein, das diesen Schwankungen stets unterliegt. Um ein gleichmäßiges Farbbild zu erreichen, sind daher bei der Verlegung der Platten aus verschiedenen Paketen eines Produktionstages gleichzeitig zu entnehmen und zu mischen.

Auch durch unterschiedliche Fertigungsmethoden für Terrassenplatten, Blockstufen, Eingangspodesten, Blumenkästen, Winkelstützen und Sonderelementen kann es zu technisch nicht vermeidbaren Abweichungen kommen, die nicht zur Reklamation berechtigen.


1. Kontrolle
Prüfen Sie die Platten vor dem Verlegen auf Übereinstimmung mit der Bestellung nach Art, Menge und Qualität. Die hochwertigen Terrassenplatten werden in geeigneter Form durch Schutzfolien, Verpackungsschnüre oder Abstandshalter geschützt. Liegen dennoch Transportschäden, Mängel oder Verschmutzungen vor, so sind diese vor dem Verlegen anzuzeigen, da erkennbare Reklamationen nach erfolgtem Einbau nicht anerkannt werden können.

2. Verlegung
Maßgeblich für die nachfolgenden Verlegearten sind die DIN 18318 bzw. die folgenden Hersteller-Verlegeempfehlungen. Grundvoraussetzung für einen einwandfreien Plattenbelag ist ein den jeweiligen Anforderungen entsprechender, tragfähiger und frostsicherer Untergrund.
Bei Verlegung im Sand- oder Splittbett ist zunächst eine ca. 10-20 cm dicke Schicht aus verdichtungsfähigem Füllsand, Mineralgemisch oder Betonrecycling mit 1-2 % Gefälle vom Gebäude weg einzubringen und lagenweise zu verdichten. Auf diesen Untergrund kommt eine 3-5 cm dicke, verdichtete Lage aus gewaschenem und gesiebtem Sand oder Splitt (2/5 mm), welcher mit Hilfe einer Bohle plan abgezogen wird. Die Platten werden dann mit einem Plattenheber fluchtgerecht nach einer Schnur verlegt und mit einem nicht färbenden Gummihammer oder mit aufgelegtem Brettstück oberflächenbündig fest geklopft, so dass sie vollflächig im Sand- oder Splittbett aufliegen.
Um Kantenbeschädigungen zu vermeiden, ist auf eine gleichmäßig breite Fuge von 3-5 mm zwischen den Platten zu achten. Sollen die Fugen vergossen oder von Hand verfugt werden, ist eine Fugenbreite von 8 mm erforderlich. Eine fugenlose Verlegung ist nicht zulässig, da es bei Frost durch Verschiebungen des Unterbaus zu Kantenabplatzungen kommen könnte. Die Fugen können offen gelassen oder mit Spezial-Fugensand eingefegt werden. Auf keinen Fall darf färbender oder lehmhaltiger Sand für die Verlegung oder die Fugen verwendet werden bzw. auf die Plattenoberflächen gelangen. Die Schmutzanteile im Lehm oder Mutterboden würden die Oberflächen nachhaltig verfärben.Bei der Verlegung auf einer Betonsohle (z.B. auf Balkonen) ist zunächst ein Gefälle von 1-2 % vom Haus weg herzustellen. Die Platten werden dann unter Ausgleich der Höhendifferenzen mittels Plattenlager, Drainagematten, Mörtelsäckchen oder Splitt (2/5 mm) verlegt. Bei Verlegung in Splitt sollten die Platten mittels Fugenkreuzen gesichert werden, um ein Verschieben zu verhindern. Es erfolgt keine Verfugung, um ein Ablaufen des Regenwassers sicherzustellen.

Bitte beachten Sie, dass zwischen dem Plattenbelag und angrenzenden festen Bauteilen eine Dehnungsfuge anzulegen ist. Für Platten, die entgegen unserer Verlegeempfehlung fest verlegt und/oder befahren werden, übernehmen wir keine Gewährleistung!

Müssen Sie Platten bauseits schneiden, so sind die Platten mit klarem Wasser vorzunässen. Nach dem Schneiden sind die Platten mit klarem Wasser abzuspülen, da sonst Flecken entstehen können.

3. Reinigung
Die Reinigung der Platten erfolgt zunächst mit klarem Wasser.
Sollten Fremdpartikel wie z.B. Staub zu Verschmutzungen führen, so werden diese durch natürliche Bewitterung wieder abgewaschen. Unterstützend können die Terrassenplatten durch Abschrubben mit warmem Wasser und unter Zugabe handelsüblicher Steinreiniger von leichten Verschmutzungen gereinigt werden. Da Beton Wasser speichern kann, werden auch die vom Wasser gelösten Schmutzpartikel zunächst von der Platte aufgenommen und erst nach einiger Zeit durch Regen, Sonne und Wind gelöst. Die "Patina", die sich im Laufe der Jahre an der Oberfläche bildet, ist eine wesentliche Charakteristik des Betons und macht das Produkt natürlich und edel.

Bei extremen Verschmutzungen, z.B. durch Mörtelreste, Rost (Rasendünger / Moosentferner) oder Lehm, empfiehlt sich die Verwendung unseres INTENSIV-STEINREINIGERS. Hierfür ist die Oberfläche von losem Schmutz zu befreien und mit Wasser vorzunässen. Der Reiniger wird je nach Verschmutzungsgrad mit Wasser verdünnt und mittels Schrubber auf die Fläche aufgetragen. Dem Reinigungsvorgang muss ein gründliches Nachspülen mit klarem Wasser folgen. Dies entfernt nicht nur die Reste von den Oberflächen, sondern es verdünnt auch die Reinigungsmittel, so dass die angrenzende Bepflanzung geschont wird. Unterstützend kann ein Hochdruckreiniger (max. 100 bar) eingesetzt werden. Nach der Verwendung des INTENSIV-STEINREINIGERS sollte eine STEINPFLEGE verwendet werden.
Bei organischen Verschmutzungen, z.B. Laubflecken oder Blütenstaub kann alternativ eine 30prozentige Wasserstoffperoxid-Lösung aus der Apotheke zum Ausbleichen verwendet werden. Die Terrassenplatten werden hierdurch nicht angegriffen. Aber auch ohne besondere Behandlung lösen sich organische Verschmutzungen nach kurzer Zeit von allein wieder auf, ohne Rückstände zu hinterlassen. Verschmutzungen von Platten sind kein Reklamationsgrund. Vielmehr hängt die Pflegeleichtigkeit einer Platte wesentlich von Farbton, Oberflächenbeschaffenheit, Umgebung und Pflege ab!

4. Pflege
Um die Wasseraufnahme der Platten zu verringern und somit auch die Verschmutzungsneigung deutlich zu reduzieren, können die Oberflächen Ihrer exklusiven Terrassenplatten nachbehandelt werden.

Bei fast allen Terrassenplatten erfolgt bereits werkseitig eine Schutzimprägnierung, so dass die Platten einen erhöhten Widerstand gegen Verschmutzungen aufweisen. Die Schutzwirkung dieser Imprägnierung hält je nach Beanspruchung und Umwelteinflüssen ca. 1-2 Jahre. Eine Auffrischung der Imprägnierung kann nach diesem Zeitraum erneut auf gereinigten Platten erfolgen. Allerdings sollten Verschmutzungen stets schnellstmöglich entfernt werden, da ein vollkommener Schutz durch die Imprägnierung nicht erreicht wird.
Durch die zusätzliche Behandlung mit unserer speziellen STEINPFLEGE nach dem Verlegen erhalten die Platten einen weitergehenden Schutz gegen Verschmutzungen aller Art.

Bei der Verwendung der STEINPFLEGE ist auf völlig saubere, trockene und staubfreie Plattenoberflächen zu achten, da ansonsten Verunreinigungen konserviert werden. Das Aufbringen der STEINPFLEGE erfolgt am besten mit einer Gartenspritze. Allerdings nehmen die Platten nach der Behandlung mit STEINPFLEGE kaum noch Wasser auf, so dass Feuchtigkeit verdunsten oder über die Fugen abfließen muss. Zusätzlich wird die Farbintensität erhöht und die Rutschhemmung reduziert. Ein Vorversuch an einer Probeplatte ist daher unbedingt erforderlich.Sollten nach der Behandlung mit STEINPFLEGE leichte Verschmutzungen auftreten, so sind diese mit warmem, klarem Wasser oder einem handelsüblichen Steinreiniger zu entfernen. Stärkere Verschmutzungenkönnen mit dem INTENSIV-STEINREINIGER entfernt werden.

Bei besonderen Witterungsverhältnissen können vorübergehend unvermeidbare Ausblühungen durch Kalkhydratausscheidungen aus dem Zement entstehen, denen alle Produkte aus Beton, also auch Platten, vor allem in den ersten Monaten ausgesetzt sind. Sie machen sich als weißlicher Belag auf den Oberflächen bemerkbar; die Güteeigenschaften der Produkte bleiben hiervon allerdings unberührt. In der Regel verringern sich die Ausblühungen durch Bewitterung und Beanspruchung im Laufe der Zeit von selbst. Auch durch die Verwendung des INTENSIVSTEINREINIGERS können leichte Ausblühungen beseitigt werden. Bei eingefärbten Produkten ist der beste Schutz durch eine frühzeitige Verwendung der STEINPFLEGE zu erreichen.

Sehr selten können bei der ersten Feuchtigkeitsaufnahme Wasserränder oder Wasserflecken in der Platte auftreten. Bei fachgerechter Verlegung trocknet die Platte nach oben und unten aus und die Ränder lösen sich nach einigen Wochen von allein wieder auf. Eine Behandlung der Platten mit STEINPFLEGE sollte in diesem Fall aber erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, um die Austrocknung der Platten nicht zu blockieren.

Unbedingt zu beachten: Bitte niemals Streusalz für Terrassenplatten verwenden, da der Zement, mit dem die hochwertigen Platten gebunden sind, davon angegriffen wird.

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